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DUKATH - Überblick

Das SCC des KIT betreibt mit DUKATH - Drahtlose Universität Karlsruhe (TH) - eines der größten Funknetze an deutschen Hochschulen. Das Wireless LAN, das mit 210 Access Points nahezu den gesamten Campus abdeckt, wird inzwischen von mehr als einem Viertel der Studierenden genutzt. Mit dem frühzeitigen Aufbau dieses Netzes hat das SCC die wesentlichen Voraussetzungen für die Entwicklung der Fridericiana durch Neue Medien auf dem Weg zur Mobilen Universität geschaffen.

Seit Anfang 2000 wurde an der Universität Karlsruhe mit der Planung und dem Aufbau eines drahtlosen Netzes begonnen, um zusätzlich zum campusweiten, kabelgebundenen Kommunikationsnetz auch eine darüber hinaus gehende flexible Nutzung von Netzdiensten zu ermöglichen.

Das Ziel bei der Einrichtung dieses Netzes war neben der kabellosen Verfügbarkeit von Kommunikationsleistung an möglichst jedem Ort der Universität vor allem der Einsatz solcher Techniken in konkreten Nutzungsszenarien.

Bis zu 54 Mb/s je Funkzelle

Die Basisstationen des Funknetzes arbeiten nach den Standards IEEE 802.11b/g und 802.11a und bieten eine Bandbreite von maximal 11 Mb/s bzw. 54 Mb/s je Funkzelle. Bei der Konzeption des Netzes war die Verwendung von standardkonformen Komponenten wichtig. Dadurch konnte eine heterogene Umgebung mit Komponenten verschiedener Hersteller entstehen. Seit Anfang 2004 kommen Access Points der zweiten Generation zum Einsatz, die eine noch höhere Funktionalität gewährleisten.

Intensive Nutzung und hohe Verfügbarkeit

  DUKATH-Anwendungsszenarien

Inzwischen nutzen mehr als 4.500 Mitglieder des KIT das Funknetz. Dabei kann der Zugang zum kabelgebundenen Kommunikationsnetz über einen der 210 Access Points erfolgen, die ca. 80% der Campusaußenfläche sowie 37 Hörsäle und Seminarräume abdecken. Vierzig Gebäude der Universität sind dadurch teilweise oder komplett mit Funkzugang versorgt.

Als besonderer Service für Mitarbeiter und Studierende, die in Campusnähe wohnen, wurden dreißig dieser Access Points auf den Universitätshochhäusern mit Richtantennen installiert, so dass die Nutzung des drahtlosen Netzes als kostenlose Standleitung zum Campusnetz möglich ist. Für die Teilnahme an DUKATH wird auf Benutzerseite nur eine Einschubkarte für die vorhandenen Laptops benötigt, wenn diese nicht bereits integriert ist.

Betriebs- und Sicherheitskonzept

Die Verfügbarkeit der Access Points im Funknetz und die erreichbaren Signalpegel werden automatisiert erfasst und überwacht. Die Netzadressen werden mittels DHCP verwaltet. Das für DUKATH erarbeitete Konzept sieht eine Authentisierung bei einer entsprechenden Serverkomponente im Netz zu Beginn einer Sitzung vor. Dies entspricht dem Vorgehen, wie es auch bei Dial-In-Zugängen üblich ist. Neben der Verhinderung der Nutzung der Ressourcen durch unbefugte Personen kann dieses Verfahren auch sehr flexibel Sicherheits- und Vertraulichkeitsaspekte berücksichtigen, indem es zum Beispiel Verschlüsselungsverfahren nutzt. Zur Authentisierung wird RADIUS und zur Verschlüsselung IPsec eingesetzt. Die Tunnel enden auf VPN-Konzentratoren vom Typ Cisco 3060. Je Konzentrator können 5.000 gleichzeitige Verbindungen behandelt werden.

Das gleiche Betriebsmodell wird auch bei LTA (Laptop Access) für den Zugang über öffentliche Datenanschlüsse eingesetzt. Damit ist eine unkontrollierte Kommunikation von öffentlich zugänglichen Netzzugängen wie beispielsweise in den Hörsälen mit Ressourcen im Festnetz oder dem Internet ausgeschlossen.

Wireless City

Auf Grund der hohen Akzeptanz des DUKATH an der Universität wurde ein hochschulübergreifendes Netz in Karlsruhe aufgebaut, das auch das Zentrum für Kunst und Medientechnologie integriert. Eine weitere Ausdehnung auf die Fachhochschule Karlsruhe und das Forschungszentrum Karlsruhe ist geplant.

Im Projekt Wireless City steht das SCC des KIT in engem Kontakt mit der Stadt Karlsruhe und der IHK. Letztere wird unter Anleitung des SCC eine Clearingstelle einrichten, um den Einsatz von Wireless LANs in Karlsruhe und der umliegenden Region zu koordinieren. Mit der INKA e.V., einem ortsansässigen Internet-Provider, wurde eine Kooperation mit dem Ziel vereinbart, Hotspots im Stadtgebiet für die studentische Nutzung anbieten zu können.

Landesweites Roaming

Im Rahmen des landesweiten Roaming wird auch der IPSec-Zugang zu VPN-Konzentratoren aller Hochschulen des Landes zugelassen. Auf diese Weise können Studierende anderer Uni-versitäten, die in Karlsruhe wohnen, die drahtlose Infrastruktur der Fridericiana nutzen, um in das interne Campusnetz der eigenen Universität zu gelangen. Dieses Prinzip wird an den Hochschulen in Baden-Württemberg bereits seit einiger Zeit praktiziert und nach und nach durch das Deutsche Forschungsnetz auf die ganze Bundesrepublik ausgedehnt.