Home | Sitemap | english  | Impressum | Datenschutz | KIT

Erfahrungsberichte von Schüler/innen, Lehrkräften und Mitarbeitern über unsere CAMMP weeks

Hier sammeln wir Erfahrungsberichte, Rückmeldungen, Podcastbeiträge von Schüler/innen, Lehrkräften und Mitarbeitern über unsere CAMMP weeks. Dabei stehen ältere Berichte weiter unten, neuere fügen wir oben hinzu.

 

 

Im Gespräch mit Gudrun Thäter

Am 11.07.2018 hat Gudrun Thäter eingeladen über die Teilnahme an der CAMMP week in Voeren, Belgien, zu berichten. Im Gespräch mit ihr waren Elly Bastian (Schülerin am Goethe Gymnasium Gaggenau), Christian Beitzinger (Schüler am Tulla Gymnasium Rastatt), Kirsten Wohak (wissenschaftliche Mitarbeiterin am KIT, in der Rolle als Lehrkraft teilgenommen) und Maren Hattebuhr (wissenschaftliche Mitarbeiterin am KIT, als Gruppenbetreuerin und organisatorische Vertretung von Karlsruhe teilgenommen). Den Podcast finden Sie hier.

 

 

Bericht von Nils Rauscher über seine Teilnahme an der CAMMP week 2018

Vom 24.-28.06.2018 hat Nils Rauscher (Schüler am Tulla Gymnasium Rastatt) an der CAMMP week in Voeren, Belgien, teilgenommen. Lesen Sie hier über seine Erfahrungen.

"Die CAMMP week: Eine Woche, bei der interessierte Schüler/innen zusammenkommen, um gemeinsam eine von Firmen gestellte Aufgabe mithilfe von mathematischer Modellierung zu lösen. Sie findet schon seit einigen Jahren für Jugendliche aus Aachen und Umgebung ab der 10. Klasse bis zu ihrem Abitur statt. Dieses Jahr fand sie zum ersten Mal auch für Schüler/innen aus Karlsruhe statt, sodass wir, zehn Jungen und Mädchen aus dieser Region, uns am 24. Juni gespannt mit unseren Betreuerinnen Maren Hattenbuhr und Kirsten Wohak auf den Weg nach Voeren in Belgien machen durften. Nach einer etwa fünfstündigen Fahrt erreichten wir unseren Zielort, wo sich nach und nach alle 42 Schüler/innen, etwa 14 Lehrerkräfte und 7 Betreuer/innen versammelten. Die Woche wurde mit einem Kennenlernspiel begonnen. Es galt in sechser-Teams in 15 Minuten aus begrenzten Materialien etwas zu bauen, das zwei Eier möglichst lange in der der Luft hält sowie möglichst sicher landen lässt. Bei diesem Spiel brach nicht nur das Eis zwischen uns Schüler/innen, sondern leider auch ein paar Eierschalen. Anschließend wurde uns von Prof. Dr. Martin Frank anhand des GPS erklärt, was mathematische Modellierung überhaupt ist. Nach diesem Vortrag erwarteten wir nun noch gespannter, was wohl unsere Aufgabe für die Woche sein würde.

Am nächsten Morgen wurden dann von den jeweiligen Betreuer/innen die sieben Aufgaben vorgestellt. Anschließend begannen die Gruppenarbeiten. Das Ziel jeder Aufgabe war es, einen Code in MATLAB zu schreiben, mit dem sich das jeweilige Problem lösen lies. Es ging in den Gruppen mit unterschiedlichem Tempo voran. Rückschläge waren an der Tagesordnung und daher das Frustrationslevel teilweise relativ hoch. Was jedoch alle Gruppen verband war der Ehrgeiz, die gestellte Aufgabe auf jeden Fall zu lösen. Er zeigte sich darin, dass oft über die im Plan angesetzte Zeit hinausgearbeitet wurde und der Satz „Wie – es gibt schon Essen?“ keine Seltenheit war. Am Mittwoch wurde dann ein Vortrag über das Studieren an der RWTH Aachen gehalten, um den Schüler/innen die vielfältigen Angebote dieser Hochschule darzulegen. Anschließend gab es ein Fußballturnier, bei dem das Niveau teilweise höher war als das, welches wir anschließend im Spiel Deutschland gegen Südkorea sehen mussten. Der ernüchternde Verlauf der Partie bewog einige dazu, lieber an ihren Projekten weiterzuarbeiten, denn am Abend stand der Besuch einiger Aufgabensteller/innen an, die den Fortschritt ihrer Aufgabe verfolgen wollten. Mit neuen Anstößen und Ermutigungen aus diesem Treffen fuhren wir am nächsten Tag mit dem Kampf gegen unsere Aufgaben fort. Langsam kam Nervosität auf, denn bis zum Nachmittag mussten wir unsere Vorträge, die am nächsten Tag vor Eltern, Auftragssteller/innen und Mitschüler/innen gehalten werden sollten, für einen Probevortrag vorbereiten und den Bericht über unsere Aufgabe fertigstellen. Wir waren jedoch teilweise noch lange nicht mit unseren Codes fertig. Diese Deadline war für viele Gruppen nur bedingt einhaltbar, sodass teilweise an Bericht, Codes und Vortrag bis spät in den Morgen gearbeitet wurde.

Der nächste Morgen war leider schon der letzte in Voeren. Um 9:30 startete der Bus nach Aachen und nach 45 Minuten Fahrt, in denen nochmal aufgeregt die eigenen Parts der Präsentation durchgegangen wurden, kamen wir in Aachen am Sparkassen-Forum an. Um 11:15 begannen dann die Vorträge der einzelnen Gruppen, bei denen die Lösungen präsentiert wurden und die Aufgabensteller sich bei den Schülern für die harte Arbeit an ihrem Problem bedankten. Nach vier Stunden interessanter Vorträge stand nach der Plünderung des reichhaltigen Buffets der Abschied an, der uns sehr schwer fiel, denn die Stimmung war großartig, und es wurden viele neue Freundschaften geknüpft. Wir freuten uns aber auch, auf der Fahrt nach Hause den fehlenden Schlaf aufzuholen.

Das Fazit dieser Woche fällt überaus positiv aus. Es ist jeder Gruppe im Verlauf der Woche gelungen durch Minimierung von unnötiger Zeitverschwendung, zum Beispiel durch Schlaf, eine Lösung für ein Problem zu finden, welches am Anfang oft unlösbar erschien.

Vielen Dank an die verantwortlichen Organisatoren an der RWTH Aachen und am KIT für das Möglichmachen dieser großartigen Woche! Wir sind gerne nächstes Jahr noch einmal dabei."

von Nils Rauscher