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SimLab NanoMikro

Die Simulation von nanostrukturierten Materialien erfordert leistungsfähige Computer und moderne Berechnungsmethoden, beispielsweise Dichtefunktionaltheorie und Moleküldynamik.
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Experiment und Theorie ergänzend, haben Simulationen immer zunehmender Bedeutung in Materialforschung und Lebenswissenschaften. Simulationen helfen beobachtete Phänomene zu verstehen und sogar sagen Eigenschaften und Vorgänge in komplexen Systemen vorher. Besonders herausfordernd ist die Suche nach neuen Materialien und besonderen physikalischen Effekten, für welche eine experimentelle Erkundung ohne die von Simulationen gewonnenen Erkenntnisse unerschwinglich sein könnte.

Die Berechnung von Eigenschaften nanostrukturierter Materialien ist sehr aufwendig und erfordert den Einsatz von Hochleistungsarchitekturen und skalierbaren Modellen. Hierzu ist die Anpassung und Optimierung von Programmcodes auf hochleistungsfähige Multicore und hybride CPU/GPU Architekturen unerlässlich. Insbesondere stellen diese neuartigen Rechnerarchitekturen für Entwickler Herausforderungen dar, wie etwa das Management der Datenlokalität und der Rechenlastverteilung zu optimieren. Die letzteren Aspekte sind auch in unseren Querschnittsaktivitäten ausgeprägt. Andererseits haben neue Materialien sehr komplexe Morphologie, welche eine Behandlung auf verschiedenen Größen- und Zeitskalen erforderlich macht. Auf der kürzesten Zeit- und Längenskala (Femtosekunden, Nanometer) werden die Strukturen mit atomarer Auflösung modelliert und Eigenschaften werden quantenmechanisch z.B. mit Hilfe der Dichtefunktionaltheorie (DFT) berechnet. Auf längeren Skalen werden die Systeme vorwiegend klassisch mit Methoden wie klassische Molekulardynamik (MD) behandelt. Auf einer noch längeren Skala (>Millisekunden, >Mikrometer) müssen großkörnige sowie Kontinuum-Methoden (z. B. Finite Elemente) eingesetzt werden.

Team
Name Tel. E-Mail
+49 721-608 - 26882 martin briegNnk3∂kit edu
+49 721-608 - 28649 konstantin kleninHlb3∂kit edu
+49 721-608 - 28644 ivan kondovRqh1∂kit edu
+49 721-608 - 28626 angela poschladPgh9∂kit edu


Mission

Das SimLab NanoMikro stellt eine Forschungs- und Support-Infrastruktur als Schnittstelle zwischen den Hochleistungsrechneranlagen und der Communities der Nanowissenschaft und Materialforschung zur Verfügung. Hauptaufgaben des SimLab bestehen in der Entwicklung, Management und effizientem Einsatz von Simulationscodes auf Hochleistungsrechnern, Entwicklung neuer effizienter Algorithmen und Bereitstellung integrierter Anwendungen und Lösungen als Mehrwertdienste für die wissenschaftliche Community. Thematisch richten sich die Aktivitäten des SimLab NanoMikro an das KIT-Zentrum NanoMikro.

Der Support wird über den SCC Service Desk im Rahmen des SCC Dienstes Wissenschaftliches Rechnen in der Forschung angeboten.

Software

Unterstützte Software: Turbomole, VASP, NAMD, Amber, und Gromacs

Entwickelte Software

Forschungsschwerpunkte

  • Multiskalige Modellierung und Simulation von Nanomaterialien

  • Rechnergestützte Proteinstrukturvorhersage

  • Einsatz neuer hybrider HPC-Architekturen wie CPU/GPGPU (General-Purpose Graphical Processing Units) für die unterstützten und entwickelten Simulationscodes

     

Laufende Projekte

Die Aktivitäten des SimLab NanoMikro werden im Rahmen folgender gemeinschaftlicher Projekte durchgeführt:

 

 

 

 


Abgeschlossene Projekte

"Mehrskalige Modellierung und Simulation nanostrukturierter Materialien für Energiespeicherung und -Umwandlung" – ein Gemeinschaftsprojekt mit Herrn Prof. Dr. G. Schön und dem Center für Funktionale Nanostrikturen (CFN) in Karlsruhe. 

 

 

Kooperationen

Internationale Kooperationen

Kooperationen am KIT

 

Veröffentlichungen

Ausgewählte Artikel
Titel Autoren Quelle Jahr

K. Klenin and W. Wenzel

J. Chem. Phys. 135, 235105

2011

K. Klenin, F. Tristram, T. Strunk, and W. Wenzel

J. Comp. Chem. 32, 2647-2653

2011

I. Kondov, R. Maul, S. Bozic, V. Meded, and W. Wenzel

UNICORE Summit 2011 Proceedings, in IAS Series, Vol. 9, pp. 1-10, FZJ ZB Verlag

2011

K. Klenin, B. Strodel, D. J. Wales, and W. Wenzel

Biochimica et Biophysica Acta - Proteins and Proteomics, 1814, 977-1000

2011

M. Polok, D. V. Fedorov, A. Bagrets, P. Zahn, and I. Mertig

Phys. Rev. B 83, 245426

2011

I. Kondov, A. Verma, and W. Wenzel

Comput. Biol. Chem. 35, 230

2011

I. Kondov, R. Maul, K. Klenin, M. Brieg, A. Poschlad, A. Bagrets, V. Meded, and S. Bozic

Computational Methods in Science and Engineering: Proceedings of the Workshop SimLabs@KIT, pp. 5-16, Karlsruhe, KIT Scientific Publishing

2011

I. Kondov and R. Berlich

Proc. "Biologically inspired algorithms for distributed systems", ICAC '11 8th International Conference on Autonomic Computing Karlsruhe, Germany, pp. 35-42, ACM

2011
J. Li, I. Kondov, H. Wang, and M. Thoss J. Phys. Chem. C 114, 18481 2010

I. Bâldea, H. Köppel, R. Maul and W. Wenzel

J. Chem. Phys. 133, 014108

2010

F.-Q. Xie, R. Maul, Ch. Obermair, W. Wenzel, G. Schön, and Th. Schimmel

Adv. Mater. 22, 2033

2010

K. V. Klenin and W. Wenzel

J. Chem. Phys. 132, 104104 2010

I. Kondov, A. Verma and W. Wenzel

Biochemistry 48, 8195 2009