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PSPICE
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PSPICE

PSPICE ist die Weiterentwicklung des bewährten Schaltungs-Simulationspakets SPICE-2G6 durch MicroSim in Kalifornien, heute ein Teil der Firma OrCAD (Unternehmensgruppe CADENCE). Die Vollversion von PSPICE erlaubt die Simulation von Analog- , Digital- und von gemischten (mixed-mode)  Schaltungen. Der Urahn SPICE (Simulation Program with Intergrated Circuit Emphasis) wurde in den 70-er Jahren an der Universität Berkeley entwickelt.

Über einen graphischen Schaltplan-Editor wird zunächst das Netzwerk eingegeben, für dessen Aufbau eine Bauteile-Bibliothek von 16000 Analog- und 800 Digital-Bauelementen zur Verfügung steht. Folgende Analysen sind möglich : DC (Gleichstrom mit variabler Signalquelle), AC (Wechselstrom mit veränderlicher Frequenz), TRAN (Übergangsverhalten bei variabler Zeit). Darüber hinaus ist unter dem Kürzel SENS eine Empfindlichkeitsanalyse durchführbar, die für Bauteileparameter mit Toleranzbereich den entsprechenden Wertebereich der Ausgangsvariablen liefert. Die Ausgabe der Simulationsergebnisse kann numerisch oder graphisch (Programm PROBE) über ein oder auch mehrere Fenster gleichzeitig erfolgen, wobei Ergebnisse der Simulationsrechnung (z.B. Spannungsverläufe an Netzknoten) fortlaufend entsprechend dem Rechenfortschritt dargestellt werden (Zeitersparnis). Bei der transienten Analyse können auch die Fourier-Koeffizienten der zeitabhängigen Ausgabegrößen berechnet und graphisch dargestellt werden (Frequenzspektrum).

PSPICE und andere SPICE-Derivate werden heute an mehreren Instituten unserer Hochschule eingesetzt. Informationsmaterial kann z.T. im Rechenzentrum ausgeliehen werden ; so z.B. eine ausführliche PSPICE-Informations-Broschüre von MicroSim (englisch, 24 S.). Es gibt eine ganze Reihe weiterer, kommerziell angebotener Simulationswerkzeuge, darunter AIM-SPICE, ICAP / 4, VisualSPICE, Super SPICE und TOPSPICE ; deren Funktionsumfang weicht jedoch von demjenigen von PSPICE jeweils etwas ab. Auch in den Bauteile-Bibliotheken unterscheiden sich diese SPICE-Abkömmlinge i.d.R. etwas ; teilweise enthalten sie auch spezielle Halbleiter-Bauelemente wie MOSFETs, HFETs, HBTs, GaAs MESFETs, Ga-Si TFTs und Poly-Si TFTs.

Von mehreren Programmen gibt es kostenlose Demo-Versionen, die man aus dem Internet herunterladen oder als CD anfordern kann ;darunter befindet sich auch PSPICE 9.2, das in Karlsruhe für Übungen genutzt wird. Zwar sind bei diesen Programmversionen der Umfang der Schaltungstopologie (i.d.R. 20 bis 30 Bauteile) wie auch die mitgelieferte Bauteilebibliothek begrenzt, für den Ausbildungsbetrieb reichen diese Versionen meist jedoch aus. AIM-SPICE und VisualSPICE werden Ihnen bei Bedarf im Rechenzentrum vorgeführt ; eine Lizenz TOPSPICE nebst Anleitung können Institute der Hochschule im Rechenzentrum kostenlos ausleihen. Dort erhalten Sie auch Auskünfte über weitere Schaltungs-Simulatoren.

Bitte beachten Sie auch unsere Web-Seiten "Electronics Workbench" und "CADENCE".