Microsoft Exchange Server ist ein Messaging-System mit Groupware-Funktionalität. Neben den persönlichen Mailboxen stellt der Exchange Server sogenannte Öffentliche Ordner zur Verfügung. Diese ermöglichen bspw. den Aufbau von Gruppenkalendern, Gruppenadressbüchern oder die Ablage gemeinsam genutzter Mails oder Dateien.
Das SCC betreibt zur Zeit eine Exchange 2003 Umgebung mit dedizierten Backend- und Frontend-Servern. Während auf den Backend-Servern die Postfächer gehostet werden, stellen die Frontend-Server die Zugangsschnittstellen für Mailclients zur Verfügung.
Wir unterstützen folgende Zugriffsarten:
- IMAP/S, POP/S;
- HTTPS;
- RPC;
- RPC over HTTPS;
- ActiveSync.
Der Zugriff für die SSL-verschlüsselte Kommunikation ist sowohl aus dem KITnetz, als auch über Dukath und aus dem Internet möglich. Damit bieten wir insbesondere ohne Aufbau einer zusätzlichen VPN-Verbindung den weltweiten Zugriff auf das Exchange Postfach via:
- Outlook-Synchronisation (mittels RPC over HTTPS);
- Windows Mobile Synchronisation (mittels ActiveSync);
- Outlook Webaccess (OWA, Webseite mittels HTTPS).
Voraussetzungen für die Nutzung von Microsoft Exchange im Campus Süd
Die Exchange Organisation ist Teil des campusweiten Active Directory. Daher gelten folgende Voraussetzungen:
- jeder Benutzer benötigt ein Konto im Active Directory (BV-Konten werden in das AD synchronisiert);
- für die Nutzung der Groupwarefunktionen empfiehlt sich Microsoft Outlook (alternativ Nutzung über OWA);
- die Vergabe von Mail-Adressen im AD erfolgt automatisiert über kundenspezifische Empfängerrichtlinien;
- die manuelle Anpassung von Mail-Adressen im AD obliegt aus Sicherheitsgründen dem SCC.
Besonderheiten (Campus Süd)
Eingehende Spam-Mails werden an zentraler Stelle mittels dem Programm SpamAssassin markiert. Während den Cyrus-Benutzern unter https://www.rz.uni-karlsruhe.de/cgi-bin/bvspam ein Web-Frontend für die Konfiguration zur Verfügung steht, werden auf Exchange-Seite die Spam-Mails entsprechend unserer Empfehlung automatisch in den Junk-E-Mail Ordner verschoben. Eine Deaktivierung dieses Filters ist über OWA individuell möglich, ebenso wie das Pflegen eigener White- und Blacklists mittels Outlook.
Zur Zeit verfügen die Exchange-Mailboxen über keine Quota. Eine Mailboxgröße über 4 GB ist jedoch problematisch, da die von Outlook lokal angelegte Cache-Datei (*.ost) maximal 4 GB groß sein kann.
Die Benutzer sind selbst in der Lage, gelöschte Elemente der letzten 14 Tage wieder herzustellen. Diese sogenannte Dumpster-Funktionalität setzt die Verwendung von Outlook oder OWA voraus. Darüber hinaus steht eine Mailbox-Sicherung der letzten 30 Tage zur Verfügung.
Umstieg auf Exchange
Der IT-Beauftragte eines Instituts kann am SCC formlos die Nutzung von Exchange-Mailboxen beantragen. Für die Zustellung der Mails in Exchange-Mailboxen gibt es zwei Möglichkeiten:
- der Benutzer veranlasst selbst die Weiterleitung mittels https://www.rz.uni-karlsruhe.de/cgi-bin/bvforward. Als Weiterleitungsadresse dient hier üblicherweise <login>@exchange.uni-karlsruhe.de.
- der IT-Beauftragte ändert das Domain-File entsprechend ab und veranlasst die Weiterleitung auf <login>@exchange.uni-karlsruhe.de.


