SCC

Bedienung von SP/TSM/ADSM

TSM lässt sich über zwei Benutzerschnittstellen bedienen:


Gebrauch der Kommando-Schnittstelle

Alle Funktionen von TSM lassen sich mit Kommandos aufrufen, so dass sie auch in Skripten verwendet werden können. Dabei kann man wahlweise einen der beiden folgenden Modi verwenden:

        dsmc query archive "*"
        dsmc
        dsmc> query archive "*"
        dsmc> quit

Die beiden Möglichkeiten sehen zwar sehr ähnlich aus, sind es aber nicht: im ersten Fall interpretiert die Shell das Kommando und ersetzt daher Shell-Variable, im zweiten Fall interpretiert dagegen TSM das Kommando und bietet diesen Dienst nicht.
In vielen Fällen ist daher die erste Variante bequemer zu benutzen. Deswegen wird sie in den Beispielen immer vorausgesetzt.
Die zweite Möglichkeit ist dann von Vorteil, wenn sehr viele Kommandos abgesetzt werden sollen, da sonst für jeden Aufruf von dsmc eine eigene Verbindung zum Server aufgebaut wird.

Jedes Kommando beginnt mit einem Kommandonamen (im Beispiel oben query), manchmal gefolgt von einem Objekt (im Beispiel archive). Danach können weitere Parameter (z.B. die Namen der zu verarbeitenden Dateien) sowie Optionen folgen.
Kommandoname, Objekt und Optionen können abgekürzt werden.

Wo Dateinamen gefragt sind, dürfen einfache Wildcards verwendet werden:  *  steht dabei für beliebige Teilstrings (anders als in Unix gibt es dabei keine Sonderregel für Dateinamen, die mit  .  beginnen) und  ?  für einzelne Zeichen. In diesem Fall ist der ganze Parameter immer mit doppelten Anführungszeichen zu versehen.
Anders als in Unix sind Wildcards nur ganz hinten im Dateinamen zulässig, nicht aber in den Namen der Verzeichnisse.

  Client-Version
Windows Unix
V 7.1.3 V 7.1.3
Wildcards DEU    ENU DEU    ENU

Beschreibung der wichtigsten Kommandos und Optionen in Deutsch (DEU) und Englisch (ENU).

Kommando Funktion Client-Version
Windows Unix
V 7.1.3 V 7.1.3
dsmc help Inhaltsverzeichnis der Hilfe DEU    ENU DEU    ENU
dsmc help help Anzeigen von Informationen zu Befehlen, Optionen und Nachrichten DEU    ENU DEU    ENU
dsmc query filespace Anzeigen einer Liste der Filespaces DEU    ENU DEU    ENU
dsmc query inclexcl Anzeigen der Liste der Include-/Exclude-Anweisungen DEU    ENU DEU    ENU
dsmc query options Anzeigen der Client-Optionen DEU    ENU DEU    ENU
dsmc query schedule Anzeigen der Backup-Zeiten des Clients DEU    ENU DEU    ENU
dsmc query session Anzeigen von Informationen zur laufenden TSM-Sitzung DEU    ENU DEU    ENU
dsmc set password Ändern des TSM-Passwortes DEU    ENU DEU    ENU
Befehle für Backupoperationen
dsmc incremental Inkrementellen Backup starten DEU    ENU DEU    ENU
dsmc preview backup Simulation eines Sicherungsbefehls DEU    ENU DEU    ENU
dsmc query backup Anzeigen einer Liste der Sicherungsversionen der Dateien im Backup DEU    ENU DEU    ENU
dsmc restore Zurückladen von Dateien aus dem Backup DEU    ENU DEU    ENU
dsmc query restore Anzeigen einer Liste der wiederanlauffähigen Restores DEU    ENU DEU    ENU
dsmc restart restore Start eines wiederanlauffähigen Restores DEU    ENU DEU    ENU
dsmc cancel restore Löschen eines wiederanlauffähigen Restores DEU    ENU DEU    ENU
Befehle für Archivoperationen
dsmc archive Archivierung von Dateien DEU    ENU DEU    ENU
dsmc preview archive Simulation eines Archivierungsbefehls DEU    ENU DEU    ENU
dsmc query archive Anzeigen einer Liste der Dateien im Archiv DEU    ENU DEU    ENU
dsmc retrieve Zurückladen von Dateien aus dem Archiv DEU    ENU DEU    ENU
dsmc delete archive Löschen von Dateien im Archiv DEU    ENU DEU    ENU
Option Funktion Client-Version
Windows Unix
V 7.1.3 V 7.1.3
archmc Angabe einer Managementklasse (Archivierung) DEU    ENU DEU    ENU
description Beschreibung einer Datei (Archivierung) DEU    ENU DEU    ENU
encryptiontype Auswahl des Algorithmus für die Datenverschlüsselung DEU    ENU DEU    ENU
encryptkey Behandlung des Chiffrierschlüsselkennworts DEU    ENU DEU    ENU
fromdate Anfangsdatum zur Suche nach Sicherungs- oder Archivierungskopien von Dateien DEU    ENU DEU    ENU
fromtime Anfangszeit zur Suche nach Sicherungs- oder Archivierungskopien von Dateien DEU    ENU DEU    ENU
ifnewer Ersetzung einer Datei durch aktuellere Sicherungsversion DEU    ENU DEU    ENU
inactive Anzeige von aktiven und inaktiven Objekten DEU    ENU DEU    ENU
latest Ersetzung einer Datei durch neueste Sicherungsversion DEU    ENU DEU    ENU
pick Erstellung einer Liste der Sicherungsversionen oder Archivierungskopien DEU    ENU DEU    ENU
pitdate Zeitpunkt (Datum) für die Anzeige/das Zurückschreiben der letzten Sicherungsversion DEU    ENU DEU    ENU
pittime Zeitpunkt (Uhrzeit) für die Anzeige/das Zurückschreiben der letzten Sicherungsversion DEU    ENU DEU    ENU
preservepath Angabe, wie viel vom Quellenpfad als Teil des Zielpfades wiederherzustellen ist DEU    ENU DEU    ENU
querysummary Bereitstellung von Statistikdaten zu Dateien, Verzeichnissen und Objekten DEU    ENU DEU    ENU
replace Behandlung der Überschreibung vorhandener Dateien DEU    ENU DEU    ENU
todate Enddatum zur Suche nach Sicherungs- oder Archivierungskopien von Dateien DEU    ENU DEU    ENU
totime Endzeit zur Suche nach Sicherungs- oder Archivierungskopien von Dateien DEU    ENU DEU    ENU
v2archive Archivierung von Dateien ohne Berücksichtigung von Verzeichnissen DEU    ENU DEU    ENU


 
Graphische Schnittstelle

Ruft man dsm bzw. dsmj statt dsmc auf, so erscheint ein neues Fenster zur Interaktion des TSM-Client mit dem TSM-Server; Voraussetzung für das Kommando dsm ist, dass ein X-Window-Server läuft. Hinter dem Aufruf von dsmj steckt ein Java-Programm. Damit kann man die Auswahl sowohl der zu archivierenden wie auch der zurückzuladenden Dateien mit der Maus treffen, was, wenn man es richtig macht, bequemer als die Kommandoschnittstelle sein kann. Aber man kann auch vieles falsch machen, deswegen hier ein paar Tips:

Ansonsten ist die graphische Bedienoberfläche leidlich selbstbeschreibend. Von denen im linken Bereich des Fensters angebotenen Verzeichnissen ist im Normalfall nur das Verzeichnis File Level bzw. Dateiebene wichtig. Unter diesem Verzeichnis sollten Sie die gesicherten Filespaces Ihres Rechners wiederfinden.


Teilweise der ADSM-Dokumentation des LRZ München entnommen.