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16.04.2015

Bildanalyse des Pflanzenwachstums im Botanischen Institut des KIT

SCC und da-cons GmbH speichern und analysieren Bilder wachsender Pflanzen im Botanischen Institut des KIT

Wachstum: zwei, vier und sechs Tage nach Inkubation.

Um die Ernährung für die weiter steigendende Weltbevölkerung sicherzustellen, muss unter anderem auch die Landwirtschaft nachhaltig werden. Die Fähigkeit von Pflanzen, widrige Umweltbedingungen zu meistern, ist darum weltweit ein zentrales Ziel der Züchtung. Um die Gene zu finden, die hierfür wichtig sind, muss man das Wachstum der Pflanze exakt messen können. In der Arbeitsgruppe Molekulare Zellbiologie (Prof. Dr. Peter Nick) am Botanischen Institut des KIT untersuchen daher Dr. Michael Riemann gemeinsam mit der da-cons GmbH neue Wege, Pflanzen resistenter zu machen. Die Keimung und frühe Wachstumsphase von Reis, der wichtigsten Nahrungspflanze weltweit, wird in Klimakammern im stündlichen Rhythmus rund um die Uhr mit Kameras aufgenommen. Das SCC speichert die Bilder in der Large Scale Data Facility (LSDF) am KIT und arbeitet zusammen mit der da-cons GmbH an Algorithmen für die automatische Analyse der wachsenden Keimlinge.  Damit kann man z.B. untersuchen, welche Genvarianten das Wachstum der Pflanzen unter Salzstress fördern.

Die Firma da-cons, eine Ausgründung des SCC, bietet Lösungen zur Auswertung, Visualisierung und Archivierung großer Bilddatenmengen und wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) in Baden-Württemberg und das Steinbuch Centre for Computing (SCC) gefördert.

Autoren: David Haumann (da-cons), Michael Riemann (KIT/BOTANIK)