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23.05.2017

Neues Onlinespeichersystem für GridKa

Im April 2017 wurde ein neues Onlinespeichersystem mit einer Kapazität von 20 Petabyte in Betrieb genommen. GridKa erhält damit zusätzlich eine Leistungssteigerung sowie eine einfache Erweiterbarkeit für zukünftig wachsende Anforderungen.

LHC-Experimente am CERN profitieren vom neuen Onlinespeichersystem des SCC

Im April 2017 wurde ein neues 20 Petabyte Onlinespeichersystem am deutschen Tier-1 Datenzentrum GridKa des Worldwide LHC Computing Grid am KIT in Betrieb genommen. Das von der Firma NEC gelieferte GxFS System besteht aus 14 Speichersystemen mit 3500 Festplatten und Solid State Disks, welche über zwei redundante Infiniband-Fabrics mit 44 Fileservern verbunden sind. Die Anbindung der Fileserver an den GridKa Netzwerk-Backbone ist mit 40Gbit/s Ethernetverbindungen realisiert, die in mehreren 100 Gbit/s Uplinks gebündelt werden.

Insgesamt erreicht das System einen kombinierten Schreib-Lese-Durchsatz von 70 GByte/s. IBM Spectrum Scale™ wird als Software-Defined-Storage-Layer genutzt, um eine transparente Skalierbarkeit von Kapazität und Leistung zu ermöglichen. Zurzeit werden 13,5 Petabyte Daten der vier LHC-Experimente ALICE, ATLAS, CMS, LHCb sowie weiterer Teilchen- und Astroteilchenexperimente wie Belle II, Compass und Auger, ohne Betriebsunterbrechung innerhalb von GridKa auf das neue Speichersystem migriert.

Mit dieser Kapazitäts- und Leistungssteigerung sowie der einfachen Erweiterbarkeit des neuen Onlinespeichersystems, können  auch die weiter wachsenden Anforderungen, insbesondere der LHC–Experimente, in den kommenden Jahren erfüllt werden. Erweiterungen von insgesamt ca. 8 Petabyte sind schon bis zum Ende des Jahres 2017 vorgesehen.

Andreas Petzold