Visualisierung und Animation von Strömungsberechnungen und strukturmechanischen Berechnungen
aktuelle Version: 10.0.2
Visualisierung und Animation von Strömungsberechnungen und strukturmechanischen Berechnungen aktuelle Version: 10.0.2 |
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| Ansprechpartner: | Rolf Mayer | Links: | EnSight Home Page |
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EnSight ist ein Visualisierungs- und Animationsprogramm für Programme aus dem Strömungs- und Strukturmechanikbereich. Es kann u.a. die Ergebnisdaten von folgenden am Rechenzentrum verfügbaren Programmen verarbeiten: ABAQUS, ANSYS, MD Nastran, , und STAR-CD. Dazu kommen noch eine Menge an anderen Formaten, die von EnSight gelesen werden können.
EnSight besteht aus einem Client- und einem Server-Anteil. Beide Anteile sind auf allen gängigen Betriebssystemen verfügbar.
Die Software zum Download finden Sie unter ftp://ftp.scc.kit.edu/pub/campus/EnSight_10.0/.
Für den Betrieb brauchen Sie die Lizenzdatei slim8.key, die Sie bitte in Ihrem Installationsverzeichnis in das Unterverzeichnis license8
kopieren. Bitte beachten Sie, dass Sie in den Netzwerkeinstellungen den DNS-Suffix uni-karlsruhe.de ergänzen müssen, falls dieser noch nicht enthalten ist.

Diese Kurzanleitung beschreibt EnSight unter Windows. Unter Linux stellen sich die Menüs ähnlich dar. Außerdem wird davon ausgegangen, dass sich der Client- und der Serverteil auf demselben Rechner befinden.
EnSight ist ein Postprozessor, mit dem die Ergebnisdaten vieler CAE-Programme grafisch aufbereitet, dargestellt und animiert werden können. EnSight wird von der Firma Computational Engineering International Ltd. (CEI) entwickelt und vertrieben. Unter anderem kann EnSight die Daten von ABAQUS, ANSYS und FLUENT lesen. Es gibt aber auch ein EnSight-Format, welches so einfach strukturiert ist, dass es kein Problem ist, einen eigenen Übersetzer zu programmieren, der zwischen dem EnSight-Format und einem anderen Format vermittelt.
EnSight besteht aus einem Server- und einem Clientteil. Der Serverteil übernimmt die CPU-intensiven Aufgaben und die Datenbearbeitung, während der Clientteil den Grafikaufbau übernimmt und die Benutzerschnittstelle darstellt.
Es sind immer beide Teile von EnSight - Client und Server - installiert. Sie können aber durchaus auch auf verschiedenen Maschinen gestartet werden. Demzufolge macht es durchaus Sinn, u.U. auf Institutsmaschinen Client oder Server getrennt zu installieren. Der Zugang zu EnSight erfolgt immer über den Client, der von einem Lizenz-Manager verwaltet wird.
Gegenstand dieser Kurzanleitung ist der Zugang zu EnSight, Beschreibung der Organisation des Programm und diverse Utilities. Er ist keine Einführung in das Programm selbst. Dazu gibt es eine hervorragende Online-Dokumentation.
Unter Windows wird EnSight einfach über das Startmenü (oder durch Anklicken des entsprechenden Icons) gestartet. Unter Linux gibt man das Kommando
ensight90 [....]
ein. Dabei bedeutet die Klammer, dass ggf. weitere Optionen spezifiziert werden können.
EnSight unterstützt sowohl X11 also auch OpenGL im Grafikbereich. Standardmäßig wird die OpenGL Bibliothek benutzt, falls aber X11 verwendet werden soll, muss als zusätzliche Option bei den EnSight-Aufrufen die Option -X gesetzt werden.
Auf dem Client (d.i. im Client-Fenster) wird im Arbeitsverzeichnis client_dir
ensight90.client [-cm]
eingegeben. Anschliessend wird die grafische Oberfläche von EnSight geöffnet. Im Server-Fenster muss anschliessend im Unterverzeichnis server_dir mit
ensight90.server
der Server gestartet und nach Aufforderung der Hostname des Clients angegeben werden
Die Verzeichnisse client_dir und server_dir sind vermutlich leer, wenn eine neue EnSight-Sitzung gestartet wird. Ansonsten enthalten beide Verzeichnisse Archiv- und Backupdateien des momentan bearbeiteten Modells. Die beiden Verzeichnisse können identisch sein.
Der Verbindungsaufbau lässt sich auch automatisieren, in dem eine Datei ensight.conn.settings im Unterverzeichnis .ensight90 des Homeverzeichnisses erzeugt bzw. ausgewertet wird. Das setzt aber die Eröffnung einer Remote Shell voraus, was an den Rechnern des Rechenzentrums nicht zugelassen ist.
Falls jedoch Client und Server auf derselben Maschine laufen sollen genügt es,
ensight90 oder einfach ensight
aufzurufen.
Die eigentliche EnSight Sitzung beginnt nach dem Verbindungsaufbau. Es folgt das Einlesen der Ergebnisdaten, die visualisiert bzw. animiert werden sollen. Welche Art von Ergebnisdateien verarbeitet werden können, beschreiben wir im nächsten Kapitel.

Im EnSight Fenster wird über die Menüfolge File --> Data(Reader)... das File Selection Fenster geöffnet. Dort wählt man über die Format Schaltfläche das gewünschte Format aus. Dies entspricht einer Datei, wie sie von einem CAE-Programm geliefert wird oder dem neutralen EnSight-Format. Zur Zeit werden
angeboten.
Man wählt die entsprechende Datei aus, klickt dann die Schaltfläche (Set) Geometry an und ggf. (Set) Results (wenn das entsprechende Feld im Fenster aktiviert ist) und drückt dann auf OK. Wie man an der Filter Einstellung sieht, wird die Datei im Arbeitsverzeichnis auf dem Server erwartet.
Anschliessend wird der Data Part Loader geöffnet, über den einzelne oder alle Parts geladen werden können.

Parts sind grafische Objekte, die von EnSight individuell behandelt, z.B. dargestellt, gefärbt, animiert, miteinander über Boole`sche Operationen verknüpft usw. werden. Objekte sind z.B. die FE-Netze, Stromlinien, Kontouren von Berechnungsergebnissen, Pfeildarstellung von Geschwindigkeiten, Schnittebenen, Isoflächen usw. Unterschiedliche Elementgruppen werden von EnSight als verschiedene Parts behandelt und können daher unabhängig voneinander dargestellt werden.
Die EnSight Sitzung wird über die Folge File --> Quit ... im EnSight Fenster beendet. Dann öffnet sich ein weiteres Fenster, in dem man die EnSight Sitzung archivieren kann.

Aktiviert man das linke obere Kästchen, wird ein Kommandofile session gesichert, das in einer späteren EnSight-Sitzung als Sessionfile fungieren kann.
Aktiviert man das linke untere Kästchen, wird ein Archivfile session.archive angelegt. Dadurch werden Backup-Files sowohl auf der Client- als auch auf der Serverseite angelegt. Bezogen auf das Beispiel findet man
auf dem Clienten:
session als Kommandodatei
session.archive als Archivdatei
ensight1014_085746.clientbkup als Client-Backup-File
auf dem Server:
ensight_c1_1014_085746.serverbkup als Server-Backup-File
Die Namen der Backup-Files werden von EnSight vorgegeben
Das Archive-File setzt den Client- und Serverteil des Backups zueinander in Beziehung und enthält alle Informationen, die für eine Restauration notwendig sind. In unserem Beispiel hat sie folgendes Aussehen:
Thu Nov 06 10:59:34 2008
client ./ensight1106_105934.clientbkup
# server for Case 'Case 1'. **Warning Don't Modify The Internal Number**.
case_internal_number 0
case_name Case 1
case_connect_type auto
case_connect_machine rzm-weber2
case_connect_executable ensight82_server.bat
case_connect_directory D:/rz92/Eigene Dateien
case_connect_login_id
case_data_path D:/rz92/Eigene Dateien/Ensight
server ./ensight_c1_1106_105934.serverbkup Ein Archivfile kann man auch während einer Sitzung anlegen, indem man im EnSight Fenster das Untermenü Backup und dort Save Full ... wählt. In dem SavFull Backup Archive Fenster kann man die Eintragungen akzeptieren oder überschreiben. Die drei Schaltflächen am unteren Rand liefern jeweils ein Dateiauswahlfenster.

Will man in einer neuen Sitzung mit einem Archivfile weiterarbeiten, geht man folgendermassen vor:
ensight90 -cm
ensight90.server
Falls Client und Server auf derselben Maschine laufen, reicht es
ensight90
EnSight arbeitet mit vielen Dateien, für die auch noch vorgeschrieben ist, auf welchem der beide Arbeitsverzeichnissen sie liegen müssen. Die wichtigste Datei ist das EnSight Datafile, in dem das Modell enthalten ist.
Kommando-, Archiv- und Backup-Dateien sind schon im vorigen Kapitel behandelt worden und kommen deshalb hier nicht mehr vor.
Wir führen hier einige Datafileformate auf, die von am Rechenzentrum zur Verfügung gestellten FE-Programmen erzeugt werden. Informationen über die anderen von EnSight unterstützten Formate findet man in der Online-Dokumentation.
Jedes Bild kann als Bilddatei gespeichert und auf einem Drucker ausgegeben werden. Dazu wählt man im EnSight Fenster File --> Print/Save Image ... und erhhält

Über den Button Set Format... kann man unter diversen Bildformaten auswählen:

Die Bilddateien werden in client_dir gesichert.
Beispiele, Literatur und andere Hilfen
Zum Arbeiten mit EnSight gibt es
Das User Manual beschreibt den formalen Umgang mit EnSight, während das Getting Started ein Tutorial darstellt. Beide Manuals und die How To ... Sammlung stehen online zur Verfügung. Diese können in einer EnSight-Sitzung über die Help Funktion im EnSight Fenster ausgewählt, gelesen und ggf. ausgedruckt werden. Beispieldaten liegen ebenfalls online vor und können, wie in den Manuals beschrieben, heruntergeladen werden.