Im September 2025 beteiligte sich das SCC an mehreren Anträgen, die im Rahmen des Arbeitsprogramms Forschungsinfrastrukturen von Horizon Europe unter dem Titel „Destination INFRAEOSC – Enabling an operational, open and FAIR EOSC ecosystem (2025)“ eingereicht wurden. Zu unserer großen Freude wurden vier der fünf eingereichten Anträge angenommen und gefördert! In den kommenden Monaten und in den nächsten drei Jahren werden Forschende der Abteilung Data Analytics, Access and Applications (D3A) an den Projekten EOSC-ARENA, GenAI4Earth, FLUID-AI und EOSC-Mesh arbeiten.
EOSC-ARENA ist ein Konsortium aus 19 Partnern aus neun EU-Ländern und der Schweiz, wobei das KIT durch das SCC und das Institute of Microstructure Technology (IMT) vertreten ist. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Multi-Agenten-GenAI-Systems als virtueller wissenschaftlicher Assistent, das den Lebenszyklus von Forschungsdaten von Anfang bis Ende abdeckt. Besonderes Augenmerk liegt auf der Integration von GenAI-Fähigkeiten, der Souveränität in KI-Systemen, dem verantwortungsvollen Einsatz von KI und der Einbindung der Forschungsgemeinschaft.
GenAI4Earth vereint 17 Partner aus acht EU-Ländern und dem Vereinigten Königreich, wobei das KIT über das SCC und das Institut für Meteorologie und Klimaforschung Atmosphärische Umweltforschung (IMKIFU) beteiligt ist. Das Konsortium will das Potenzial generativer KI erschließen, indem es diese verantwortungsbewusst in die European Open Science Cloud (EOSC) einbindet und auf die Forschungsgemeinschaften der Erdsystemwissenschaften (ESS) zugeschnittene Dienste implementiert. Zu den Zielen gehören die Gestaltung von Datensätzen nach dem FAIR-Prinzip und deren GenAI-Tauglichkeit, die Förderung maschinell verarbeitbarer Forschungsdaten und GenAI-Dienste in allen EOSC-Infrastrukturen, die Validierung und Demonstration von GenAI-Diensten durch praxisnahe wissenschaftliche Pilotprojekte in den ESS sowie der Beitrag zu Politik und Standardisierung.
FLUID-AI vereint 28 Partner aus zehn EU-Ländern, wobei das KIT über SCC und das IMKIFU mitwirkt. Die Teilnehmer werden die Interoperabilität, Maschinenverarbeitbarkeit und die Fähigkeit zum KI-Einsatz von Daten und Modellen in europäischen Forschungsinfrastrukturen (RI) und der EOSC erheblich verbessern, indem sie einen innovativen neuen Ansatz zur (Neu-)Definition des Konzepts der 'Data- and Model Liquidity' innerhalb der RIs und der EOSC einführen. Das Projekt zielt außerdem darauf ab, eine kollaborative KI-Forschungsgemeinschaft in der EOSC und darüber hinaus zu fördern.
EOSC Mesh wird einen verteilten Hub aus sieben kooperierenden EOSC-Knoten (drei horizontale: EGI, Scholarly Communication, EUDAT; und vier thematische: ENVRI-Cluster, SSHOC-Cluster, BBMRI, CERN) einrichten, der einen Katalog von 25 integrierten Verbundfunktionen über Kern-, generische und thematische Ebenen hinweg bereitstellt. Das Konsortium umfasst 30 geförderte und 16 assozierte Einrichtungen aus 15 Ländern, wobei das KIT über das SCC beteiligt ist. Das SCC trägt zur Bereitstellung von Kern-Verbundfunktionen bei, darunter Helpdesk-as-a-Service und Integrationsoptionen für Mesh-Knoten. Das Projekt richtet sich an mehr als 2.000 Forschungszentren in über 40 Ländern und unterstützt gleichzeitig die Aufnahme weiterer Knoten in die EOSC-Föderation durch offene Ausschreibungen sowie ein Einführungsprogramm für Anbieter und Forschungsgemeinschaften.
Kontakt am SCC:
- für EOSC-ARENA, GenAI4Earth, and FLUID-AI: Dr. Valentin Kozlov
- für EOSC-Mesh: Dr. Pavel Weber
