Zu Beginn des Sommersemesters 2026 startete das KIT mit dem ersten Computational & Data Science‑Hackathon, einem praxisorientierten Intensivkurs, der Studierenden des neuen Studiengangs Computational & Data Science die Möglichkeit bot, theoretisches Wissen in reale Forschungs‑ und Industrieprojekte zu überführen. An fünf Tagen entwickelten vier‑ bis fünfköpfige Teams eigenständige Lösungen zu offenen, interdisziplinären Problemstellungen und wurden dabei von Betreuerinnen und Betreuern aus den SEE‑Fächern (Social, Economic and Engineering Sciences) sowie von Industriepartnern unterstützt.
Die Themenpalette reichte von wirtschaftsnahen Anwendungen wie der Analyse von Geschäftsberichten über Learning‑Agents für die wissenschaftliche Datenextraktion bis hin zur Entwicklung von Temperaturmodellen für die Atmosphäre. Weitere Projekte umfassten die Analyse von Funksignalen und die Erstellung eines Programms zur Erkennung von Vogelrufen. Besonders originell war das Vorhaben „Autonome Roboter für Search‑and‑Rescue nach einem Reaktorunfall am Campus Nord“, das Robotics‑ und KI‑Methoden gekonnt miteinander verknüpfte.
Dank der bwJupyter‑Umgebung konnten die Teilnehmenden auf CPU‑ und GPU‑Ressourcen zugreifen und ihre Ergebnisse in interaktiven Jupyter‑Notebooks dokumentieren. Neben der Anwendung großer Datensätze und der Simulation komplexer physikalischer Prozesse erforderte die Veranstaltung umfassende Projektmanagement‑ und Team‑Skills. Die abschließenden Präsentationen zeigten nicht nur funktionierende Prototypen, sondern auch eine kritische Reflexion gescheiterter Ansätze – ein entscheidender Lernschritt. Im kommenden Wintersemester wird der CDS‑Hackathon in die zweite Runde gehen.
