29.05.2026

Internationales MESSy-Symposium am SCC

Vom 19. bis 21. Mai 2026 trafen sich am SCC des KIT Forschende aus Klima- und Erdsystemwissenschaften zum 14. MESSy-Symposium, um neueste Entwicklungen des Modellsystems für komplexe Umweltprozesse zu diskutieren.

Die Teilnehmenden des Symposiums im Terrassenbereich des SCC zwischen Bürogebäude und Hochleistungsrechenzentrum.

Das 14. MESSy-Symposium fand vom 19. bis 21. Mai 2026 im Scientific Computing Center (SCC) auf dem KIT-Campus Nord statt. Das Symposium brachte Forschende aus den Bereichen Klima-, Atmosphären- und Erdsystemwissenschaften zusammen und konzentrierte sich auf aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Modular Earth Submodel System (MESSy), das zur Simulation komplexer Wechselwirkungen in der Atmosphäre, den Ozeanen und der Umwelt eingesetzt wird.

Während der Veranstaltung präsentierten die Teilnehmenden aktuelle Forschungsergebnisse, diskutierten neue Modellierungsansätze und stärkten die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Forschungsgruppen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den verschiedenen Modellkonfigurationen, die innerhalb der MESSy-Community verwendet werden, darunter EMAC (ECHAM/MESSy), ICON/MESSy und MECO (MESSy/COSMO). Die behandelten Themen reichten von Klimaprozessen und Atmosphärenchemie über Transportmodellierung und Hochleistungsrechnen bis hin zu Fortschritten in der Erdsystemmodellierung.

Am Symposium nahmen 52 Personen aus neun Organisationen teil, darunter drei internationale Institutionen, was den starken kooperativen und interdisziplinären Charakter der MESSy-Community unterstreicht.

Mehrere Beiträge zeigten Simulationsergebnisse, die auf HPC-Systemen durchgeführt wurden, die von der deutschen National High-Performance Computing (NHR)-Allianz bereitgestellt wurden, darunter HoreKa (KIT) und MOGON (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), was die wachsende Bedeutung von NHR-Ressourcen für die Erdsystemmodellierung und die Atmosphärenforschung unterstreicht. Darüber hinaus wurden viele der auf dem Symposium vorgestellten groß angelegten Simulationen auf Tier-1-Systemen wie Levante, SuperMUC oder den Hochleistungsrechnern des Jülich Supercomputer Center JUWELS, JURECA und JUPITER durchgeführt.

Das wissenschaftliche Programm wurde durch zwei gemeinsame Abendessen ergänzt, die den Teilnehmenden eine hervorragende Gelegenheit boten, zukünftige Entwicklungen zu diskutieren und die Verbindungen innerhalb der MESSy-Community zu stärken. Die Veranstaltung fand großen Anklang und unterstrich den kooperativen Geist sowie die kontinuierlichen Fortschritte im Rahmen der Atmosphärenmodellierung.


Dr. Ole Kirner