Das SCC hat die ersten beiden 400-Gbit/s-Verbindungen zwischen dem KIT-Campus Nord und dem KIT-Campus Süd erfolgreich in Betrieb genommen. Realisiert wurden die neuen Hochgeschwindigkeitsverbindungen über den SCC-Standort in Karlsruhe-Hagsfeld, da auf den Verbindungen über diesen Standort die notwendigen technischen Voraussetzungen bereits gegeben waren.
Die zusätzliche Bandbreite wird insbesondere für das Tier-1-Zentrum GridKa im Worldwide LHC Computing Grid (WLCG) benötigt. Nach dem geplanten Umbau des Large Hadron Collider (LHC), der bis 2030 abgeschlossen sein soll, wird für GridKa künftig eine Anbindung von bis zu 1,2 Tbit/s erforderlich sein. Mit den neuen Verbindungen schafft das SCC frühzeitig die Grundlage, um diese Anforderungen zuverlässig erfüllen zu können.
Gleichzeitig sammelt das SCC erste praktische Erfahrungen mit der neuen 400-Gbit/s-Technologie: Moderne Transceiver in den Routern erzeugen direkt das passende kohärente Laserlicht für Weitverkehrsnetze. Im Vergleich zu bisherigen Lösungen mit separaten aktiven Komponenten werden hierdurch Kosten gespart und zugleich eine höhere Verfügbarkeit erwartet.
Die bisherigen 100-Gbit/s-Verbindungen zwischen Campus Nord und Campus Süd werden als Backup-Leitungen dienen. Mit der geplanten Ertüchtigung im Jahr 2028 sollen sie durch weitere 400-Gbit/s-Strecken abgelöst werden. Mit diesem Ausbau der Netzinfrastruktur unterstützt das SCC die Forschenden am KIT und darüber hinaus dabei, auch künftig noch größere Datenmengen zuverlässig zu verarbeiten und internationale Spitzenforschung voranzutreiben.
